In Berlin gibt es zahlreiche Bordelle und das nicht erst seit der Jetztzeit. Drei besonders berühmte waren der Berliner Salon Kitty, welcher in der Zeit des Nationalsozialismus (1933 – 1945) auch der Spionage diente, das Berliner Bel Ami, welches laut Playboy-Magazin der „edelste Club Deutschlands“ war und das Berliner Freudenhaus Hase, das zugleich auch als kultureller Veranstaltungsort bekannt wurde. Jedes einzelne der berühmten Berliner Bordelle soll im Folgenden kurz behandelt werden.
Das Bordell Salon Kitty existierte in den Jahren 1939 bis 1942 in Berlin-Charlottenburg. Es war ein beliebter Treffpunkt und wurde vonseiten der SS und dem Reichssicherheitshauptamt zu Spionagezwecken instrumentalisiert. Der von Kitty Schmidt (eigentlich Katharina Zammit; 1882 -1954) gegründete Salon wurde im Jahr 1939 soweit umgebaut und mit Wanzen und anderen Abhörgeräten versehen, dass er der Spionage dienen konnte. Des Weiteren wurden auch verschiedene Prostituierte einer Spionageschulung unterzogen. Jedoch war der Erfolg mäßig, war es doch unter den Besuchern ein offenes Geheimnis, dass die Gespräche aufgezeichnet wurden. Im Gegenteil wurden die Gespräche vom britischen Geheimdienst ausgewertet, da eine der Prostituierten zu den Briten überlief. Kurz nachdem das Gebäude von einer Fliegerbombe im Jahr 1942 getroffen wurde, wurde der Salon endgültig geschlossen. Nach Ende des Krieges wurde der Salon wieder geöffnet und nach Kittys Tod von deren Tochter weitergeführt. In den 1990er Jahren kam allerdings das endgültige Aus für den Salon Kitty.
Ein weiteres berühmtes Berliner Bordell ist das Bel Ami, welches sich in einer Villa in der Nähe des Olympiastadions befindet. Es gilt als „Berliner Institution“ und ist neben einem Bordell auch ein angesagter Nachtklub. Überregional bekannt wurde es, nachdem der Playboy ihn als „Deutschlands edelsten Club“ bezeichnete. Auch wenn an gleicher Stelle bereits seit dem 2. Weltkrieg ein Bordell stand, muss der Bordellbetrieb Ende März 2011 eingestellt werden, wegen einem negativen Vergleich seitens der Berliner Baubehörde.
Das dritte berühmte Berliner Bordell ist das Freudenhaus Hase in Berlin-Gesundbrunnen. Es existiert seit 1994, seit 2005 ist es auch das 1. Berliner Laufhaus. Neben dem Bordellbetrieb bietet es auch seit 1996 in loser Folge Künstlern Raum für Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen. So wurden unter anderem die Künstler Wolfgang Ramisch, Ipett Schwarzweldt und Gabriele Trillhaase im Freudenhaus ausgestellt.







